Der Entwurf für eine maßgefertigte Treppe beginnt mit drei Zahlen: der Geschosshöhe, der verfügbaren Länge im Grundriss und der gewünschten Laufbreite. Aus diesen Werten ergeben sich Stufenzahl, Treppenform und Konstruktion, lange bevor über Material oder Farbe gesprochen wird. Bei Goodweld in Brackenheim messen wir dafür vor Ort auf, und Sie erhalten vor der Produktion eine Konstruktionszeichnung zur Freigabe.
Was gehört zum Entwurf einer Treppe nach Maß?
Zum Entwurf gehören Aufmaß, Wahl der Treppenart, Berechnung der Stufen, Materialauswahl und eine Zeichnung, die alle Maße festhält. Jeder dieser Schritte baut auf dem vorherigen auf, deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten.
Das Aufmaß liefert die Grundlage: Geschosshöhe vom fertigen Boden unten bis zum fertigen Boden oben, Öffnung in der Decke, Wandaufbau und Platz am Antritt und Austritt. Wer diese Werte nur grob schätzt, bekommt später Stufen, die nicht zur Deckenöffnung passen, weil schon wenige Zentimeter Abweichung die Stufenzahl verändern. Bei uns misst das Team selbst auf der Baustelle, ohne Subunternehmer.
Danach folgt die Zeichnung in 3D. Sie sehen vor der Fertigung, wie die Treppe im Raum steht, wo die Stufen enden und wie das Geländer verläuft, und erst nach Ihrer Zustimmung beginnt die Produktion.
Welche Treppenart passt zu Ihrem Raum?
Die passende Treppenart hängt von Grundfläche, Wandaufbau und gewünschter Optik ab. Eine Treppe nach Maß lässt sich an diese Bedingungen anpassen, statt den Raum an ein Standardmodell anzupassen.
- Kragarmtreppe: Die Stufen ragen frei aus der Wand, die Treppe wirkt schwebend. Sie braucht eine tragfähige Wand, etwa Stahlbeton ab 20 cm oder Vollziegel nach geprüfter Statik. Wände aus Gipskartonplatten scheiden aus.
- Mittelholmtreppe: Ein einzelner Holm in der Mitte trägt die Stufen. Die Stufenbreite liegt bei 80 bis 120 cm, die Geschosshöhe bei 200 bis 400 cm.
- Wangentreppe: Seitliche Wangen fassen die Stufen ein, was sich auch für enge Treppenhäuser eignet.
- Zweiholmtreppe: Zwei tragende Holme aus Stahl, die Stufen liegen aufgesattelt oder eingelassen darauf. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Zweiholmtreppe.
Moderne Treppen mit Podest brauchen mehr Grundfläche als gerade Läufe, bieten dafür aber eine Ruhezone auf halber Höhe und verkürzen die Lauflänge je Abschnitt. Ob gerade, mit Podest oder mit Viertelwendelung: Die Form entscheidet über die Stufenzahl im Lauf und damit über die Berechnung im nächsten Abschnitt.
Wie berechne ich die Maße einer Treppe, die ich selbst bauen möchte?

Sie berechnen die Maße, indem Sie die Geschosshöhe durch eine gewünschte Steigungshöhe teilen und die Stufenzahl auf eine ganze Zahl runden. Anschließend teilen Sie die Geschosshöhe durch diese Stufenzahl und erhalten die exakte Steigung.
Ein Beispiel: Bei 280 cm Geschosshöhe und einer angepeilten Steigung von 17,5 cm ergeben sich 16 Steigungen. Eine Treppe mit 16 Steigungen hat 15 Auftritte, weil die oberste Ebene den letzten Auftritt ersetzt. Bei 28 cm Auftrittstiefe ist die Lauflänge dann 15 mal 28 cm, also 420 cm.
Größe | Beispielwert | So kommen Sie darauf |
|---|---|---|
Geschosshöhe | 280 cm | Fertiger Boden unten bis fertiger Boden oben |
Steigungen | 16 | 280 cm geteilt durch rund 17,5 cm |
Steigung je Stufe | 17,5 cm | 280 cm geteilt durch 16 |
Auftritte | 15 | Anzahl der Steigungen minus 1 |
Lauflänge | 420 cm | 15 mal 28 cm Auftrittstiefe |
Reicht die Länge im Grundriss nicht aus, verlängern Sie den Lauf nicht, sondern ändern die Form. Ein Podest oder eine Viertelwendelung verkürzt den Platzbedarf, verändert aber die Berechnung der Stufen im Bereich der Wendelung. Für solche Fälle finden Sie Zahlen in unserem Beitrag zu den Maßen von 1/4 gewendelten Treppen.
Ungleiche Steigungshöhen zwischen einzelnen Stufen fallen beim Gehen auf und erhöhen die Stolpergefahr, deshalb müssen alle Stufen derselben Treppe exakt gleich hoch sein. Rechnen Sie die Zahlen vor dem Zuschnitt von Stahl oder Holz am Bau gegen.
Die Maße müssen außerdem den geltenden Bauvorgaben Ihres Bundeslandes entsprechen, denn zu steile oder zu schmale Treppen sind nicht nur unbequem, sondern auch unsicher. Wir prüfen die Stufenhöhen deshalb vor dem Bau, damit keine Treppe in die Fertigung geht, die diese Vorgaben verfehlt.
Was sind die idealen Maße für eine Treppe?
Als bequem gilt eine Steigung von etwa 17 bis 19 cm bei einem Auftritt von etwa 25 bis 29 cm. Beide Werte hängen über die Schrittmaßregel zusammen: Zweimal die Steigung plus der Auftritt ergibt idealerweise rund 63 cm.
Mit 17,5 cm Steigung und 28 cm Auftritt landen Sie genau bei 63 cm, wie im Beispiel oben. Steigt die Steigung auf 19 cm, sollte der Auftritt auf etwa 25 cm sinken, weil 63 minus 38 genau 25 ergibt und der Schritt so natürlich bleibt. Steile Treppen sparen Platz, kosten aber Gehkomfort, besonders beim Hinuntergehen.
Die Laufbreite richtet sich nach der Nutzung. Für den Alltag im Haus sind 80 bis 100 cm üblich, und wer sperrige Möbel transportiert, braucht mehr Spielraum. Bei einer Mittelholmtreppe sind 80 bis 120 cm Stufenbreite möglich.
Die Dicke der Stufen beeinflusst die Optik und die Steigung, weil sie zur Höhe jeder Stufe addiert wird. Welche Stärken sich bewährt haben, erklärt der Beitrag zur Standardstärke für Treppenstufen in unserem Blog.
Wie werden Treppen in Bauplänen dargestellt?
Im Grundriss zeigt der Plan eine Treppe als Folge von Linien quer zur Laufrichtung, jede Linie steht für eine Stufenkante. Ein Pfeil, die Lauflinie, gibt die Richtung nach oben an und beginnt meist mit einem Punkt an der ersten Stufe.
An der Lauflinie steht die Beschriftung mit Stufenzahl sowie Steigungs- und Auftrittsmaß, zum Beispiel „16 Stg. 17,5/28“. So lesen Sie auf einen Blick, dass die Treppe 16 Steigungen von je 17,5 cm bei 28 cm Auftritt hat.
Im Schnitt sehen Sie die Treppe von der Seite. Dort lesen Sie Steigung und Auftritt direkt ab und erkennen, wie die Treppe zur Decke und zur Öffnung im Obergeschoss steht. Die Deckenöffnung zeigt der Plan im oberen Geschoss meist gestrichelt oder als Aussparung.
Bemaßt werden Laufbreite, Lauflänge, Geschosshöhe und die Position der Treppe zu den Wänden. Bei einer Kragarmtreppe kommt die Wand als tragendes Element dazu, weshalb ihr Aufbau im Plan eindeutig angegeben sein muss.
Unsere Konstruktionszeichnung zeigt zusätzlich die 3D-Ansicht. Wer Baupläne nicht täglich liest, erkennt so schneller, ob Treppe, Geländer und Raum zusammenpassen.
Welche Materialien kommen für Stufen und Konstruktion infrage?

Bei uns trägt eine Konstruktion aus Stahl die Treppe, die Stufen bestehen aus Massivholz oder Mikrozement in Betonoptik. Die Wärme des Holzes verbindet sich so mit der Stabilität von Stahl, und das Ergebnis bleibt robust und modern. Ob eine klassische Holztreppe im Look oder eine moderne Lösung mit schlichtem Design: Bei einer maßgefertigten Treppe passt die Auswahl der Materialien genau zu Ihrem Raum. Jedes Element, von der Konstruktion bis zur Stufe, wird individuell gefertigt, sodass Sie eine Treppe nach Maß erhalten, deren Form, Gestaltung und Montage aufeinander abgestimmt sind.
Für Holzstufen stehen Eiche, Buche und Esche zur Auswahl, geölt oder lackiert. Die Unterschiede in Farbe und Maserung erklärt unser Vergleich Eiche, Buche oder Esche. Eiche ist hart und hat eine ausgeprägte Maserung, Buche wirkt heller und gleichmäßiger, und Esche ist ebenfalls hart und zeigt eine markante, helle Maserung.
Die Stahlkonstruktion lässt sich pulverbeschichten, in jedem RAL-Farbton. Für den Außenbereich ist feuerverzinkter Stahl möglich. Auf Wunsch integrieren wir LED-Beleuchtung in die Stufen.
Bei einer Kragarmtreppe in Neckarsulm haben wir graue Mikrozement-Stufen mit LED kombiniert, dazu kamen Glaswände und ein Glasgeländer. Wenn Sie die Treppe mit Geländer planen, hilft Ihnen der Beitrag über individuelle Geländer.
Wie viel kostet es, eine Treppe anfertigen zu lassen?
Der Preis einer Treppe nach Maß lässt sich ohne Aufmaß nicht seriös nennen, weil jede Treppe anders ist. Eine verbindliche Kalkulation entsteht erst nach dem Aufmaß, deshalb nennen wir hier keine Pauschalbeträge.
Die Kosten bestimmen vor allem diese Punkte:
- die Treppenart und damit der Aufwand der Konstruktion,
- das Material der Stufen und die Anzahl der Stufen,
- das Geländer oder die Balustrade, zum Beispiel aus Glas oder Metall,
- die Maße, vor allem bei Sonderformen,
- der Aufwand bei der Montage vor Ort,
- Extras wie Beleuchtung in den Stufen.
Inklusive ist bei uns die Statik: Für jede Treppe gibt es einen schriftlichen Nachweis, bei Kragarmtreppen wird auch die Tragfähigkeit der Wand berechnet. Das schützt Sie vor Überraschungen, weil eine Wand, die die Last nicht trägt, vor der Fertigung auffällt und nicht erst bei der Montage.
Wer nur neue Stufen braucht, kann im Shop Stufen aus Massivholz bestellen, etwa Treppenstufen aus Eiche. Die Stufen aus Eiche, Buche und Esche beginnen bei 70 € pro Stufe und lassen sich selbst montieren.
Wie läuft der Weg vom Entwurf zur fertigen Treppe ab?
Der Weg führt vom Aufmaß über die Freigabe der Zeichnung und die Fertigung bis zur Montage. Die Realisierung dauert 6 bis 8 Wochen ab Freigabe der Konstruktionszeichnung, den Montagetermin legen wir individuell fest.
Bei der Zweiholmtreppe sind es in Serienfertigung 6 bis 8 Wochen ab Aufmaß, bei Sondermaßen 8 bis 12 Wochen. Die Montage vor Ort dauert dann ein bis zwei Tage.
In unserer Werkstatt in Brackenheim arbeiten Schreiner, Schweißer und Planer zusammen, daher bleiben Entwurf, Fertigung und Einbau in einer Hand. Die meisten Projekte liegen im Umkreis von etwa 60 km, wir montieren aber auch in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Treppe nach Maß planen: So gehen Sie mit uns vor
Schicken Sie uns Geschosshöhe, Grundriss und ein paar Fotos des Raums, dann besprechen wir Treppenart und Material und vereinbaren das Aufmaß. Alle Varianten, vom Kragarm bis zum Mittelholm, finden Sie auf unserer Seite Treppen nach Maß.
Telefonisch erreichen Sie uns unter 0172 20 40 273, montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr und samstags von 9:00 bis 14:00 Uhr. Per E-Mail schreiben Sie an goodweld.de@gmail.com.
Dieser Text entstand mit Unterstützung von KI-Werkzeugen; geprüft von: der Redaktion.




