Stahl-Carport vs. Holz-Carport: Warum Metall langfristig günstiger ist

Stahl-Carport vs. Holz-Carport

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, einen Unterstand für Ihr Fahrzeug zu bauen, schauen die meisten Bauherren zunächst auf den Preis. Und hier scheint das Holz auf den ersten Blick unschlagbar. Im Baumarkt oder beim lokalen Zimmermann wirkt das Angebot für einen Holz-Carport verlockend günstig. Doch als erfahrene Metallbauer bei GoodWeld wissen wir: Der erste Preis ist oft eine Falle.

Ein Carport ist keine Anschaffung für zwei oder drei Jahre. Er steht dort für Jahrzehnte. Er muss Schnee, Sturm, pralle Sonne und Dauerregen aushalten. In diesem Artikel brechen wir eine Lanze für die Ehrlichkeit in der Kostenkalkulation. Wir vergleichen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern die sogenannten “Total Cost of Ownership” (Gesamtkosten des Besitzes). Sie werden sehen, warum Stahl – oft als die teure Luxusvariante missverstanden – am Ende oft die Lösung ist, die Ihren Geldbeutel und Ihre Nerven schont.

1. Der Kosten-Mythos: Anschaffungspreis vs. Endabrechnung

Es ist unbestritten: Wenn Sie heute die reinen Materialkosten für Holzbalken mit denen von feuerverzinkten Stahlprofilen vergleichen, gewinnt das Holz. Aber diese Rechnung ist so lückenhaft wie ein zehn Jahre altes Holzdach.

Die versteckten Kosten von Holz

Bei Holz kaufen Sie ein “lebendes” Material. Das klingt romantisch, bedeutet aber in der Praxis: Es arbeitet. Es schwindet, es quillt auf, es reißt. Um einen Holz-Carport dauerhaft ansehnlich und stabil zu halten, benötigen Sie:

  • Hochwertige Holzschutzlasuren oder Lacke (die Preise hierfür sind in den letzten Jahren massiv gestiegen).
  • Grundierungen und Imprägnierungen gegen Pilze und Insekten.
  • Pinsel, Rollen, Abdeckplanen und Schleifpapier.
  • Eventuell Spachtelmasse für Risse.

Rechnen Sie das auf 10 oder 15 Jahre hoch. Wir sehen oft Kunden, die nach wenigen Jahren resignieren, weil der “günstige” Carport zum Groschengrab und Zeitfresser geworden ist.

Stahl: Einmal zahlen, für immer Ruhe

Ein Carport aus Stahl kostet initial mehr. Das liegt an der aufwendigen Herstellung, der Verzinkung und oft der Pulverbeschichtung. Doch nach der Montage fallen die Kosten auf fast Null. Es gibt keine Nachbehandlung. Keine teuren Speziallacke. Die Inflation bei Farben und Lacken kann Ihnen egal sein. Wenn Sie die Lebensdauer von 30+ Jahren betrachten, sinkt der Preis pro Jahr bei Stahl massiv unter den von Holz.

2. Der Faktor Zeit: Freizeit statt Wartungsarbeit

Hand aufs Herz: Wie gerne verbringen Sie Ihre freien Wochenenden auf einer Leiter?

Das jährliche Holz-Ritual

Holz im Außenbereich ist gnadenlos. Ein Carport ist ständig der Witterung ausgesetzt. UV-Strahlung zerstört das Lignin im Holz (es vergraut), Feuchtigkeit lässt es faulen. Um das zu verhindern, müssen Sie:

  1. Den Carport reinigen und von Moos befreien.
  2. Alte, abblätternde Farbschichten mühsam abschleifen (eine staubige Angelegenheit).
  3. Risse kontrollieren und ggf. ausbessern.
  4. Grundieren.
  5. Mindestens zweimal streichen oder lasieren.

Dieser Prozess muss alle 2 bis 3 Jahre wiederholt werden, bei starker Witterung sogar öfter. Das sind hunderte Stunden Arbeitszeit über die Lebensdauer des Carports.

Ein Mann in Arbeitskleidung steht frustriert auf einer Leiter und schleift einen Holzbalken ab, während im Hintergrund ein Nachbar entspannt unter seinem sauberen Stahl-Carport sitzt.

Stahl: Feuerverzinkt und vergessen

Bei Stahlkonstruktionen, wie wir sie auch für unsere Außentreppen aus Stahl verwenden, setzen wir auf Feuerverzinkung. Dabei geht der Stahl eine unlösbare Verbindung mit Zink ein. Das Ergebnis ist ein jahrzehntelanger Korrosionsschutz. Dreck? Den spritzen Sie einfach mit dem Gartenschlauch ab. Fertig. Ihre Freizeit gehört wieder Ihnen.

3. Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit im Härtetest

Wir leben in Zeiten, in denen Wetterextreme zunehmen. Ein Carport muss heute mehr aushalten als noch vor 20 Jahren.

Feinde des Holzes

Holz hat viele natürliche Feinde:

  • Wasser: Staunässe an den Pfostenfüßen führt unweigerlich zu Fäulnis.
  • Insekten: Holzwürmer und Käfer lieben Konstruktionsholz.
  • Pilze: Bläuepilze und Schwamm können die Statik gefährden.
  • Sonne: Führt zu Rissbildung, durch die dann Wasser noch tiefer eindringt.

Selbst kesseldruckimprägniertes Holz ist nicht unsterblich. Nach 10-15 Jahren sehen viele Holz-Carports schlichtweg marode aus.

Die Unverwüstlichkeit von Stahl

Stahl ist anorganisch. Er schimmelt nicht, er fault nicht, und kein Insekt interessiert sich für ihn. Ein Stahl-Carport von GoodWeld steht auch nach einem Hagelsturm oder einem nassen Herbst unverändert da. Besonders in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder viel Niederschlag ist Metall die einzig logische Wahl für eine dauerhafte Lösung.

4. Ästhetik und Design: Filigranität gewinnt

Oft hören wir das Argument: “Holz wirkt wärmer”. Das mag bei Möbeln stimmen, aber bei einem Carport wirkt Holz oft vor allem eines: wuchtig.

Die Schlankheit von Stahl

Stahl hat eine extrem hohe Tragfähigkeit. Das erlaubt uns, mit sehr schlanken Profilen zu arbeiten, die bei Holz statisch unmöglich wären. Ein Stahl-Carport wirkt leicht, fast schwebend. Er erdrückt das Grundstück nicht, sondern fügt sich modern in die Architektur ein. Ähnlich wie bei den Designoptionen bei Stahlkonstruktionen für Treppen, können wir auch Carports pulverbeschichten – in Anthrazit, Weiß oder jeder anderen RAL-Farbe, die zu Ihren Fenstern passt.

Detailaufnahme einer schlanken Stahlstütze eines Carports, pulverbeschichtet in Anthrazit, im Vergleich zu einem dicken, rissigen Holzbalken.

Kombinationsmöglichkeiten

Wer auf den Holz-Look nicht verzichten will, kann Stahl hervorragend kombinieren. Ein Stahlgerüst mit Seitenwänden aus Holz oder WPC vereint die statische Unverwüstlichkeit des Metalls mit der Optik von Naturmaterialien. Doch die tragende Struktur – das Herzstück – sollte aus Metall sein.

5. Kostenvergleich über 20 Jahre

Lassen Sie uns die Zahlen sprechen lassen. Hier ist eine realistische Einschätzung der Kostenentwicklung.

KostenfaktorHolz-CarportStahl-Carport (Verzinkt & Pulverbeschichtet)
Anschaffung & MontageNiedrig (€)Mittel bis Hoch (€€€)
Pflegemittel (alle 3 Jahre)ca. 150-300 € (Farbe, Pinsel, Reiniger)0 €
Arbeitszeit Pflege (alle 3 Jahre)ca. 15-20 Stunden (oder Handwerkerkosten)0 Stunden
Reparaturen (nach 10 Jahren)Austausch morscher Balken, DachausbesserungKeine
Lebensdauer15 – 20 Jahre (bei guter Pflege)40+ Jahre
WiederverkaufswertNahe Null (Abrisskosten)Vorhanden (Materialwert/Demontage)
Gesamtkosten nach 20 JahrenHoch (durch laufende Kosten)Stabil (Einmalinvestition)

6. Statik, Schneelast und Sicherheit

In vielen Regionen Deutschlands ist die Schneelast ein entscheidendes Thema.

Holz gibt nach

Holz ist elastisch, aber unter Dauerlast verformt es sich. Wir nennen das “Kriechen”. Ein Holzbalken, der jahrelang ein schweres Dach und Schneelasten trägt, biegt sich mit der Zeit durch. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann dazu führen, dass Wasser nicht mehr richtig abläuft – was wiederum die Fäulnis beschleunigt.

Stahl bleibt formstabil

Stahl biegt sich nicht dauerhaft durch. Die Statik, die wir am ersten Tag berechnen, gilt auch noch nach 20 Jahren. Das ist auch der Grund, warum wir bei sicherheitskritischen Elementen wie korrosionsbeständigen Stahlgeländern fast ausschließlich auf Metall setzen. Ihr Auto steht unter einem Stahl-Carport schlichtweg sicherer.

Eine technische Zeichnung oder Grafik, die die Traglastverteilung bei einem Stahlträger im Vergleich zu einem durchgebogenen Holzbalken unter Schneelast zeigt.

7. Flexibilität und Montage

Ein weiterer Vorteil, den viele unterschätzen, ist die Modularität. Stahlteile werden im Werk präzise vorgefertigt. Auf der Baustelle wird geschraubt, nicht gesägt. Das bedeutet weniger Lärm und Dreck bei der Montage.

Außerdem lässt sich ein Stahl-Carport oft einfacher erweitern. Wollen Sie später einen Schuppen anbauen oder eine Seitenwand ergänzen? An Stahlträgern lassen sich Systembauteile sauber befestigen. Bei einem verzogenen Holz-Carport wird jede Erweiterung zum handwerklichen Abenteuer, weil keine Winkel mehr stimmen.

8. Ökologie: Ein Missverständnis

“Holz ist doch Natur, also besser für die Umwelt!” – Nicht unbedingt.

Das Problem mit dem chemischen Holzschutz

Damit ein Holz-Carport nicht nach fünf Jahren verrottet, muss das Holz chemisch behandelt werden. Kesseldruckimprägnierung und synthetische Lacke sind Sondermüll. Wenn Sie einen alten Holz-Carport abreißen, darf dieses Holz oft nicht im Kamin verbrannt werden, sondern muss teuer entsorgt werden.

Recyclingwunder Stahl

Stahl ist zu 100% recycelbar – und das unendlich oft, ohne Qualitätsverlust. Ein Stahl-Carport kann am Ende seines Lebenszyklus eingeschmolzen und zu einem neuen Auto oder Träger werden. Zudem gasen bei einem verzinkten Stahl-Carport keine Lösungsmittel aus, wie es bei frisch gestrichenem Holz oft wochenlang der Fall ist.

Ein Symbolbild für Recycling: Ein Kreislauf, der zeigt, wie aus Stahlschrott wieder neue Stahlprodukte entstehen, sauber und effizient.

Unser Fazit: Wer billig kauft, kauft zweimal

Wir bei GoodWeld wollen Ihnen nichts verkaufen, was Sie in fünf Jahren bereuen. Unsere Erfahrung aus hunderten Projekten zeigt: Der Holz-Carport ist eine Lösung für den Moment, der Stahl-Carport ist eine Lösung für das Leben.

Wenn Sie die Ruhe haben wollen, nicht jeden Sommer mit Schleifmaschine und Pinsel Ihren Urlaub zu opfern, führt kein Weg an Metall vorbei. Die moderne Optik, die extreme Haltbarkeit und die langfristige Kostenersparnis machen den Stahl-Carport zum klaren Sieger in diesem Duell.

Überlegen Sie gerade, wie Sie Ihren Stellplatz gestalten sollen? Lassen Sie uns gemeinsam rechnen. Oft ist die hochwertige Lösung näher am Budget, als Sie denken – besonders wenn man weiter als bis zum nächsten Jahr denkt.

Najczęściej zadawane pytania (FAQ)

Ist ein Stahl-Carport teurer als ein Holz-Carport?

In der Anschaffung sind Stahl-Carports meist teurer als einfache Holzkonstruktionen. Betrachtet man jedoch die Lebensdauer von über 30 Jahren und die entfallenden Kosten für Farben, Lacke und Reparaturen, ist der Stahl-Carport langfristig oft die günstigere Lösung.

Muss ich einen Stahl-Carport streichen?

Nein. Ein feuerverzinkter und pulverbeschichteter Stahl-Carport ist wartungsfrei. Er muss weder gestrichen noch lackiert werden. Eine gelegentliche Reinigung mit Wasser reicht aus.

Wie lange hält ein Carport aus Stahl im Vergleich zu Holz?

Während Holz-Carports je nach Pflege oft nach 15-20 Jahren saniert oder ersetzt werden müssen, halten Stahl-Carports problemlos 40 Jahre und länger, ohne an Stabilität zu verlieren.

Kann ein Stahl-Carport rosten?

Unbehandelter Stahl kann rosten. Hochwertige Carports werden jedoch feuerverzinkt. Dieser Prozess schützt das Metall dauerhaft vor Korrosion, selbst bei Kratzern in der Oberfläche.

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